Aktuelle KI-Warnungen - Einordnung

Ehrliche Einordnung der Oktober-2026-Warnungen zu Selbstreplikation, Containment-Escapes und Agent-Zwischenfaellen - gegen das, was ALEX im eigenen Kundenpfad tatsaechlich nachweisen kann. Kein Marketing-Theater, keine neue Statusseite neben /beweis - diese Seite ordnet nur ein.

Was aktuell diskutiert wird (Stand 14.10.2026)

Das ist eine Einordnung der oeffentlichen Diskussion, keine Behauptung, ALEX haette einen dieser konkreten Vorfaelle beobachtet oder untersucht.

Was ALEX davon beweisen kann - und was nicht

Verboten: "ALEX haette das verhindert." Kein Produkt kann das fuer einen fremden Vorfall auf fremder Infrastruktur ehrlich behaupten.

Erlaubt: Im eigenen Kundenpfad waere der jeweilige Effekt deny plus Evidence gewesen - sofern Policy Kernel und Observer liefen. Das ist eine engere, aber belegbare Aussage.

Warnungs-KategorieWas ALEX dazu real gebaut und live gezeigt hat
Selbstreplikation / Persistenz ausserhalb der SandboxEchter, signierter Negativ-Lauf: Agent versucht, sein eigenes Payload-File per cp aus der Sandbox zu kopieren - blockiert vor dem ersten geschriebenen Byte. Akte lesen.
Netzwerk-Egress ausserhalb der AllowlistEchter, signierter Negativ-Lauf gegen die eigene Produktion: Verbindungsversuch erkannt, protokolliert, signiert. Akte lesen.
Agent-Zwischenfaelle / unbeabsichtigte AktionenCapability-Binding und Lethal-Trifecta-Regel (Phase 1, live): keine Wirkung ohne vorab gebundene Capability, Netz+Secret+Schreibrecht gleichzeitig ohne Human-Gate wird verweigert.
Secret-/Credential-DiebstahlEchter, signierter Negativ-Lauf: die Capability "secret_env" wird fuer den Lauf nie gebunden, der erste Zugriffsversuch wird auf Kernel-Ebene verweigert, bevor ein Secret ueberhaupt gelesen wuerde. Akte lesen.

Jeweils ehrlich begrenzt: ein Canary beweist ein konkretes, vorab definiertes Szenario im eigenen Kundenpfad - keine Vollstaendigkeitsaussage ueber alle denkbaren Varianten.

Was diese Einordnung nicht behauptet

Checkliste fuer einen Auftraggeber - vor einem Agentenlauf selbst pruefen

  1. Sind die erlaubten Wirkungen (Netzwerk, Schreiben ausserhalb des Arbeitsbereichs, Secrets) vorab explizit benannt - nicht nur implizit aus einem Freitext-Auftrag abgeleitet?
  2. Steht vor jeder kritischen Wirkung ein menschliches Gate, nicht nur eine Protokollierung danach?
  3. Entscheidet ein vom Agenten getrennter Prozess ueber die Freigabe - nicht die "Hoeflichkeit" des Modells selbst?
  4. Bestaetigt ein unabhaengiger zweiter Zeuge die Freigabe, bevor die Wirkung eintritt - nicht erst danach?
  5. Werden blockierte oder gescheiterte Versuche genauso protokolliert wie erfolgreiche, oder verschwinden sie aus dem Bild?
  6. Gilt eine Freigabe nur fuer das konkret genannte Ziel, oder oeffnet sie unbeabsichtigt mehr (z. B. ueber einen Symlink)?
  7. Ist das fertige Nachweispaket unabhaengig von der ausfuehrenden Seite nachrechenbar - eigener Verifier, eigener Trust-Anchor?

Unabhaengig nachpruefen

Beide oben genannten Negativ-Akten sind mit dem unabhaengig lauffaehigen Verifier selbst nachrechenbar, Anleitung unter evidence-beweiskraft.html. Rohdaten: self-replication-deny-canary-1.json, network-egress-deny-canary-14.json, secret-exfiltration-deny-canary-1.json.

Eine Sprachregel

VERIFIED heisst: der Vertrag ist erfuellt und die Kette ist intakt - nicht, dass die Arbeit fachlich richtig war. Dieselbe Regel gilt fuer jede Akte auf dieser Seite und auf /beweis.